Wissen & Informationen · Verlag Filmproduktionen

Verlag Filmproduktionen.

Die Themen Arbeits- und Gesundheitsschutz sind in der Film- und Medienbranche von zentraler Bedeutung. Wir leisten durch Vorlesungen und Publikationen einen Beitrag zur Ausbildung der nächsten Generation von Medienschaffenden.

Unser Engagement

Arbeitsschutz in der Film- und Medienbranche: Unser Engagement an Hochschulen.

Die Themen Arbeits- und Gesundheitsschutz sind in der Film- und Medienbranche von zentraler Bedeutung. Ob am Filmset, im Tonstudio oder in der Postproduktion – Sicherheit ist der Schlüssel zu einem nachhaltigen und produktiven Arbeitsumfeld. Daher freuen wir uns, durch Vorlesungen und Publikationen einen Beitrag zur Ausbildung der nächsten Generation von Medienschaffenden zu leisten.

Wissenstransfer

Vorlesungen an Hochschulen: Wissenstransfer für die Praxis.

Wir halten regelmäßig Vorlesungen an renommierten Hochschulen und Universitäten, die auf die Film- und Medienbranche spezialisiert sind. In diesen Veranstaltungen legen wir den Fokus auf die speziellen Anforderungen des Arbeits- und Gesundheitsschutzes in der Medienproduktion. Von der sicheren Handhabung von Technik und Spezialeffekten bis hin zu ergonomischen Arbeitsplätzen und psychosozialer Gesundheit – die Themenpalette ist so vielfältig wie die Branche selbst.

Gastdozent

Netzwerk

Hochschule der Medien Stuttgart: Ein starkes Netzwerk.

Ein besonderer Schwerpunkt unserer Arbeit liegt an der Hochschule der Medien (HdM) in Stuttgart. Die Hochschule setzt in ihren Seminaren zum Thema Sicherheit in Medienproduktionen auf unsere Publikationen, die wir mit großem Engagement entwickelt haben. Diese Publikationen vermitteln Studierenden praxisnahes Wissen und sensibilisieren sie für die Bedeutung von Sicherheitsstandards am Arbeitsplatz.

Unser herzlicher Dank gilt an dieser Stelle Herrn Prof. Boris Michalski, der unser Material mit großer Sorgfalt in seine Lehrveranstaltungen integriert und so einen wichtigen Beitrag zur Weiterbildung leistet. Die Zusammenarbeit mit der HdM zeigt, wie wichtig ein vernetztes und gemeinsames Engagement für die Sicherheit in der Branche ist.

Fachbuch

Die Arbeitsschutz­organisation in der Filmproduktion

Digitale Buchversion

Wir veröffentlichen hier die ausverkaufte 2. Auflage unseres Fachbuches Die Arbeitsschutzorganisation in der Filmproduktion, ISBN 978-3-9815430-1-8.

Copyright © BfbA GmbH, soweit nicht ausdrücklich anderes gekennzeichnet. Jede Verwertung außerhalb der engen Grenzen des Urheberrechtes ist ohne unsere Zustimmung unzulässig und strafbar. Das gilt insbesondere für Vervielfältigungen, Übersetzungen, Mikroverfilmungen sowie die Einspeicherung und Verarbeitung in elektronischen Systemen. Das Ausdrucken und/oder Herunterladen ist ausdrücklich untersagt.

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Über den Autor

Geschrieben aus der Praxis am Set.

Mike Maiwald, Fachkraft für Arbeitssicherheit

Mike Maiwald (ehemals Mike Rößler)

Fachkraft für Arbeitssicherheit · Gründer der BfbA GmbH

Mike Maiwald betreut seit über zehn Jahren Filmproduktionen im Arbeits- und Gesundheitsschutz: über 70 Produktionen, von Werbefilmen bis zu großen internationalen Kinoproduktionen, darunter amerikanische Kinofilme. Als Safety Officer und Fachkraft für Arbeitssicherheit begleitet er Produktionsunternehmen von der Budgetkalkulation über die motivspezifische Gefährdungsbeurteilung bis zur Drehortfreigabe.

Seine Erfahrungen hat er in diesem Fachbuch zusammengefasst, das an der Hochschule der Medien Stuttgart in der Lehre eingesetzt wird. Er hält regelmäßig Vorlesungen an Hochschulen und veröffentlicht Fachartikel zum Arbeitsschutz in der Film- und Medienbranche.

Inhaltsverzeichnis

Was das Fachbuch behandelt.

Das Buch folgt dem Ablauf einer Filmproduktion: Grundlagen, Planungsphase, Vorbereitungsphase und Durchführungsphase mit 42 Praxiskapiteln von der Stuntplanung bis zur Unfallmeldung. Verlinkte Kapitel stehen als Leseprobe oder Fachartikel online.

1. Grundlagen

  1. 1.1Das Arbeitsschutzgesetz (ArbSchG)
  2. 1.2Das Arbeitssicherheitsgesetz (ASiG)
  3. 1.3Die DGUV-Vorschrift 2
  4. 1.4Die DGUV V2 in der Filmproduktion
  5. 1.5Die Bestellung der Fachkraft für Arbeitssicherheit
  6. 1.6Einsatz eines Safety Officers in Großproduktionen
  7. 1.7Die Bestellung des Betriebsarztes
  8. 1.8Risiko »Persilschein«
  9. 1.9Haftung und Verantwortung
  10. 1.10Der Handlungsablauf der Gefährdungsbeurteilung

2. Planungsphase

  1. 2.1Kalkulation des Budgets für Arbeitssicherheit
  2. 2.2Vorüberlegungen zur Drehbuchumsetzung
  3. 2.3Motivvorauswahl / Location Scouting
  4. 2.4Ausbildung Ersthelfer und Sicherheitsbeauftragter

3. Vorbereitungsphase

  1. 3.1Beauftragung der Partner im Arbeitsschutz
  2. 3.2Erstellung der allgemeinen Gefährdungsbeurteilung
  3. 3.3Erstellung der motivspezifischen Gefährdungsbeurteilung
  4. 3.4Location Checkliste
  5. 3.5Auswahl Personal »Sicherheitsbeauftragter«
  6. 3.6Auswahl Personal »Medizinische Ersthelfer«
  7. 3.7Auswahl Personal »Elektrofachkraft«
  8. 3.8Arbeitsmedizinische Vorsorgeuntersuchungen
  9. 3.9Persönliche Schutzausrüstung (PSA)
  10. 3.10Prüfung der elektrischen Betriebsmittel
  11. 3.11Prüfung der Arbeitsmittel
  12. 3.12Technik von Verleihern
  13. 3.13Informationspflicht – Stabsliste
  14. 3.14Sicherheitsunterweisung Beschäftigte

4. Durchführungsphase

  1. 4.1Weiterführung der motivspezifischen Gefährdungsbeurteilung
  2. 4.2Informationspflicht – Tagesdispo
  3. 4.3Aushangpflicht BGI 510 Plakat
  4. 4.4Erste Hilfe / Brandschutz
  5. 4.5Rettungs- und Notfallplan
  6. 4.6Speisepunkte in fremden Mietobjekten
  7. 4.7Arbeitszeiten
  8. 4.8Drehortfreigabe
  9. 4.9Fremdfirmenkoordinator
  10. 4.10Betriebsanweisungen
  11. 4.11Einsatz von Gefahrstoffen
  12. 4.12Gefährliche Arbeiten
  13. 4.13Die Stuntplanung
  14. 4.14Der Stuntplan
  15. 4.15Motorrad-Stunts
  16. 4.16Stunt-Sprünge aus großer Höhe
  17. 4.17Schusswaffen
  18. 4.18Pyrotechnik
  19. 4.19Spezial-Effekte
  20. 4.20Offenes Licht und Feuer
  21. 4.21Rauch und Nebel
  22. 4.22Propan
  23. 4.23Benzinbetriebene Stromgeneratoren
  24. 4.24Transport
  25. 4.25Umsetzung der Technikfahrzeuge
  26. 4.26Eisenbahn und Bahnübergänge
  27. 4.27Dreharbeiten an und im Wasser
  28. 4.28Extreme Temperaturbedingungen
  29. 4.29Kameraeinsatz in und aus Fahrzeugen
  30. 4.30Einsatz bemannter und unbemannter Kamerakrane
  31. 4.31Einsatz von tragbaren Kamerasystemen
  32. 4.32Mobile Hubarbeitsbühnen / Hubsteiger
  33. 4.33Arbeiten in der Höhe
  34. 4.34Gerüste
  35. 4.35Einsatz von Helikoptern
  36. 4.36Einsatz von Tieren
  37. 4.37Catering
  38. 4.38Zimmerei / Holzbearbeitung
  39. 4.39Kostüm und Maske
  40. 4.40Dreharbeiten im Straßenverkehr
  41. 4.41Dreharbeiten mit Kindern und Jugendlichen
  42. 4.42Unfallmeldung bei den Berufsgenossenschaften

Anhang

  1. Anschriften der Berufsgenossenschaften BGETEM und VBG
  2. Anschriften der staatlichen Aufsichtsbehörden
  3. Literaturverzeichnis, Bonusmaterial / Arbeitshilfen, Stichwortverzeichnis

Leseprobe

Zwei Kapitel zum Nachlesen.

Die Kapitel 1.4 und 2.1 der 2. Auflage im Wortlaut; die Kapitel 1.8, 1.9 und 1.10 finden Sie als Fachartikel.

1.4 Die DGUV V2 in der Filmproduktion

Die bereits genannte Berechnungsformel zur Einsatzzeitermittlung der Fachkraft für Arbeitssicherheit und dem Betriebsarzt gilt auch bei der produktionsbedingten unterjährigen Beschäftigung der Mitarbeiter im Produktionsunternehmen. Die Aufgaben der Grundbetreuung bestehen aus:

  • Unterstützung bei der Gefährdungsbeurteilung1 in den Teilen: allgemeine Gefährdungsbeurteilung und motivspezifische Gefährdungsbeurteilung
  • Unterstützung bei grundlegenden Maßnahmen der Arbeitsgestaltung, Verhältnisprävention, Verhaltensprävention
  • Unterstützung bei der Schaffung einer geeigneten Organisation und Integration in die Führungstätigkeit2
  • Untersuchungen nach Ereignissen (Arbeitsunfälle)
  • Allgemeine Beratung von Arbeitgebern und Führungskräften3
  • Erstellung von Dokumentationen und Erfüllung von Meldepflichten
  • Mitwirken in betrieblichen Besprechungen
  • Selbstorganisation

Der Umfang der betriebsspezifischen Betreuung wird in der Regel individuell mit dem Produktionsunternehmen festgelegt und richtet sich nach der Produktionsgröße, den geplanten Drehtagen, der Anzahl der Filmmotive sowie nach dem Umfang von gefährlichen Arbeiten (Stunts und Special Effects).

1 Beurteilung der Arbeitsbedingungen · 2 Entwicklung einer betrieblichen Arbeitsschutzstrategie · 3 z. B. Umsetzung des technischen Drehplanes

2.1 Kalkulation des Budgets für Arbeitssicherheit

In der Planungsphase des Filmprojektes steht die Kalkulation des benötigten Budgets für die Arbeitssicherheit natürlich mit an erster Stelle. Die folgenden Bereichskosten sollten hier mit berücksichtigt werden:

  • Aufwand für die sicherheitstechnischen Vorkehrungen und Einrichtungen an den jeweiligen Filmmotiven4
  • Persönliche Schutzausrüstungen (PSA)
  • DGUV-V2-konforme Betreuung durch Betriebsarzt und Fachkraft für Arbeitssicherheit
  • Organisationskosten

Für die Vorkalkulation hat sich in der Praxis die Pauschalberechnung nach folgendem Beispiel bewährt:

Produktionsetat × 1,8 % = Aufwand für Arbeits- und Gesundheitsschutz

Je nach Umfang der Außenfilmmotive, baulichen und örtlichen Gegebenheiten der Filmmotive, 3-D-Aufnahmetechniken, Einsatz von Stuntszenen und gefährlichen Arbeiten, Einsatz von Gefahrstoffen, der Crewstärke und der etwaigen bereits vorhandenen Arbeitsschutzorganisation des ausführenden Produktionsunternehmens können die tatsächlichen Kosten hiervon abweichen. Holen Sie bereits in der Planungsphase erste Angebote für die notwendige Realisierung Ihrer Arbeitsschutzorganisation ein. Bedienen Sie sich möglichst schon in dieser Phase der Fachkompetenz eines überbetrieblichen Dienstes.

4 z. B. Sicherheitsbeleuchtung, Feuerlöscheinrichtungen, Schutzvorhänge

Aus: Mike Maiwald (Rößler), „Die Arbeitsschutzorganisation in der Filmproduktion“, 2. Auflage, ISBN 978-3-9815430-1-8, Kapitel 1.4 und 2.1. Die Abbildungen des Buches (Einbindung der externen Arbeitsschutzpartner, Integration des Safety Officers) finden Sie in der digitalen Buchversion oben.

Häufige Fragen

Arbeitsschutz in der Filmproduktion: kurz beantwortet.

Gilt die DGUV Vorschrift 2 auch für kurze, projektbezogene Filmproduktionen?

Ja. Die Berechnungsformel für die Einsatzzeiten von Fachkraft für Arbeitssicherheit und Betriebsarzt gilt auch bei unterjähriger, produktionsbedingter Beschäftigung. Die Grundbetreuung umfasst unter anderem die allgemeine und die motivspezifische Gefährdungsbeurteilung (Kapitel 1.3 und 1.4).

Wie viel Budget sollte eine Produktion für Arbeits- und Gesundheitsschutz einplanen?

Als Richtwert für die Vorkalkulation hat sich in der Praxis 1,8 % des Produktionsetats bewährt. Außenmotive, Stunts, Spezialeffekte, Gefahrstoffe und die Crewstärke können den tatsächlichen Aufwand nach oben oder unten verschieben (Kapitel 2.1).

Was ist ein Safety Officer und wann wird er eingesetzt?

Der Safety Officer ist die Fachkraft für Arbeitssicherheit am Set, die in Großproduktionen in die Organisationsstruktur der Produktion eingebunden wird: von der Drehortfreigabe über die Stuntplanung bis zur Unterweisung der Crew (Kapitel 1.6 und 4). Die BfbA GmbH stellt Safety Officer für Produktionen in Berlin, Brandenburg und bundesweit.

Kann ich das Fachbuch noch kaufen?

Die 2. Auflage ist ausverkauft. Wir stellen sie hier als digitale Buchversion vollständig zur Verfügung; das Bonusmaterial mit Checklisten und Vorlagen steht unten kostenlos zum Download bereit.

Fragen zum Fachbuch oder Bonusmaterial?

Kontaktieren Sie uns.

Ob Vorlesung an Ihrer Hochschule, Fragen zum Fachbuch oder individuelle Arbeitshilfen für Ihre Filmproduktion – wir beraten Sie gerne.